WIESO, WESHALB, WARUM?

Häufig gestellte Fragen

Unternehmen, die in Frankreich tätig sind oder es werden wollen, stellen sich häufige die gleichen Fragen. Hier finden Sie einige erste Antworten zu den folgenden Themen:

Vertrieb

Ich betreue den französischen Markt von Deutschland aus. Was bringt es, sich vor Ort niederzulassen?

Der französische Markt ist einer der wichtigsten Märkte in Europa und von großem Interesse für deutsche Unternehmen.
Da ein Vertrieb in Frankreich nicht die Schaffung einer französischen Struktur erfordert, ist es generell möglich, den französischen Markt von Deutschland aus anzusprechen und zu bedienen, ohne sich in Frankreich niederzulassen.
Dennoch hat eine Präsenz in Frankreich einen nicht unerheblichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens, das auf dem französischen Markt Fuß fassen möchte. Das rührt daher, dass französische Kunden es aufgrund mangelnder Fremdsprachenkenntnisse eher ablehnen, Bestellungen bei einem in Deutschland ansässigen Unternehmen aufzugeben und eine deutsche Nummer anzurufen. Schon eine französische Adresse oder Telefonnummer gibt dem französischen Kunden dagegen die Sicherheit, mit einem Ansprechpartner in seiner Muttersprache kommunizieren und sogar bei einer französischen Rechtsform bestellen zu können.

Ist es notwendig, französische Kontaktdaten zu haben, um sich auf diesem Markt zu etablieren?

Die Franzosen arbeiten gerne mit lokalen Partnern zusammen. Schaffen Sie keine unnötigen Barrieren und zeigen Sie lokale Kontaktdaten, wie eine Postanschrift, aber auch eine Telefonnummer. Das signalisiert den französischen Kunden Ihren Wunsch, ihnen näher zu kommen.

Warum in Frankreich investieren?

Frankreich ist der wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands und mit rund 65 Millionen Verbrauchern der zweitgrößte Markt Europas. Seine Innovationsstärke und seine Wettbewerbsfähigkeit, seine stabile wirtschaftliche Lage, seine attraktiven Standortbedingungen und seine moderne Infrastruktur sind für deutsche Unternehmen äußerst attraktiv. Gleichzeitig genießen deutsche Produkte und Dienstleistungen aufgrund ihrer hohen Qualität und Zuverlässigkeit sowohl im B2B als auch im B2C-Bereich ein sehr gutes Ansehen und werden beim gastfreundlichen Nachbarn wohlwollend empfangen. Damit bestehen von beiden Seiten die optimalen Voraussetzungen für die Investition deutscher Unternehmen in Frankreich.

Warum sind die Franzosen so anders?

Deutschland und Frankreich: so nah beisammen und doch so fern

Die deutsch-französische Unterschiede spielen auch im täglichen Umgang mit Partnern, Kunden, aber auch Mitarbeitern eine Rolle. Denn beide Länder haben trotz der geographischen Nähe ihre kulturellen Besonderheiten beibehalten, die man deshalb keinesfalls ignorieren sollte.
Drei Beispiele von vielen möchten wir hier exemplarisch herausgreifen:

Das „carnet d‘adresses“ (Netzwerk)
Grundsätzlich habe Franzosen eher Vertrauen in Menschen sowie in gegebene Kompetenzen. Daher neigen sie dazu, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die sie sympathisch finden. Eine vertrauensvolle Basis schaffen Sie vor allem dadurch, dass Sie Ihrem Gesprächspartner nicht nur Ihr Fachwissen, sondern auch Ihre gesamte Persönlichkeit zeigen. Ein regelmäßiger Small Talk bietet daher nicht nur eine sehr gute Möglichkeit, neue Geschäftskontakte in Frankreich zu knüpfen, sondern auch, die Geschäftspartner „persönlich“ kennenzulernen.

Kommunikation und Bedeutung des Kontextes
Franzosen haben im Allgemeinen einen indirekteren Kommunikationsstil als Deutsche. Vermeintlich informelle Gespräche sowie subtile Hinweise, haben daher durchaus große Bedeutung und spielen je nach Kontext eine entscheidende Rolle. Dies betrifft auch die Kommunikation während Besprechungen, die in Frankreich eher die Form dessen hat, was der Deutsche unter einem Brainstorming versteht. Folglich werden seltener Ergebnisse präsentiert und kaum Entscheidungen in den Besprechungen getroffen. Dazu sollte mehr Zeit und Raum für spontane Änderungen eingeplant werden, denn auch Entscheidungen können nachträglich immer noch revidiert bzw. angepasst werden.

Das Geschäftsessen
Vieles spielt sich in Frankreich beim Essen ab. Glauben Sie nicht, dass es sich dabei um eine Zeitverschwendung handelt. Denn das Essen ist ein äußerst wichtiges Ritual des Teilens, eine Gemeinschaftserfahrung, die für den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses sehr entscheidend ist. Seien Sie sich gewiss, dass die Zeit, die Sie dafür aufwenden, Ihre Geschäftsbeziehungen enorm voranbringen wird.
Um alle Fettnäpfchen zu umgehen, ist es ratsam, sich hinsichtlich dieser Unterschiede von deutsch-französischen Experten vorab beraten zu lassen, die in der Lage sind, beide Kulturen mit ihren Vorlieben und Abneigungen zu verstehen.

Was sind die acht Schlüssel zum Erfolg auf dem französischen Markt?

1. Stellen Sie jemanden ein, der fließend Französisch spricht.
2. Positionieren Sie sich klar, glaubwürdig und nachhaltig.
3. Legen Sie Wert auf Ihre Übersetzungen – lassen Sie sie von einem Fachmann Korrektur lesen, denn jeder Bereich hat seinen eigenen Fachjargon.
4. Agieren Sie reaktionsschnell.
5. Kümmern Sie sich um Ihre Marktpräsenz und pflegen Sie Ihr "Adressbuch" ( Netzwerk).
6. Berücksichtigen Sie das Feedback Ihrer Vertriebsmitarbeiter.
7. Passen Sie Ihr Angebot dem neuen Markt an. Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.
8. Seien Sie geduldig. Auf dem französischen Markt Fuß zu fassen, braucht Zeit. (s. „Wieviel Zeit muss ich beim Start meines Frankreichgeschäfts einplanen?“)

Welche Alternative gibt es zu einem angestellten Vertriebsmitarbeiter?

Das Modell des "geteilten Vertriebsprofis" bietet Ihrem Unternehmen eine direkte Vertriebsunterstützung im Frankreichgeschäft, egal, ob Sie eine Betreuung oder einen After-Sales-Service für bestehende Kunden, einen Vertriebsmitarbeiter oder ein Backoffice benötigen, das sich der Marktentwicklung widmet. Mit einem dreisprachigen Sekretariat, einer Vertriebsadministration und der regelmäßigen Berichterstattung an das Mutterhaus stellt das „Commercial timeshare“ eine äußerst schnelle, effektive und flexible Lösung für Ihr Frankreichgeschäft dar. Ihre Anfangsinvestition bleibt überschaubar, Sie vermeiden Verzögerungen beim Start und je nach Ergebnis können Sie die Intensität dieses Services kurzfristig und beliebig erhöhen oder verringern. Ihr Frankreichprojekt profitiert sofort von einem operativen Team und einem Büro vor Ort und demonstriert Ihren Kunden Ihr Engagement auf dem französischen Markt.

Welche Fragen sollten Sie sich stellen, bevor Sie sich auf dem französischen Markt etablieren?

Vor dem Eintritt in den französischen Markt ist es zunächst notwendig, einen Schritt zurückzutreten und sich die richtigen Fragen zu Ihrer Strategie zu stellen:

  • Verfügt mein Unternehmen über die notwendigen Ressourcen für den Export?
  • Haben wir die interne Kapazität, um die Nachfrage zu decken?
  • Hat mein Produkt Marktpotenzial?
  • Ist mein Produkt innovativ und/oder differenzierend?

Eine erste Studie, sowie Interviews mit wichtigen Marktteilnehmern können helfen, ihr Marktpotenzial zu ermitteln, ihr Angebot hinsichtlich der neuen Kundenstruktur zu spezifizieren, kaufmännische Prioritäten zu definieren und sich möglicherweise im Hinblick auf den Wettbewerb und die geltenden Vorschriften neu zu positionieren. Mit Hilfe dieser fundierten Vorbereitung wird es für Sie mit Sicherheit keine bösen Überraschungen, Fallstricke oder Einbahnstraßen auf dem neuen Markt geben.

Welche Möglichkeit gibt es, unsere Vertriebsleute administrativ zu unterstützen?

Im Laufe der Geschäftsentwicklung in Frankreich bedarf es oft eines "Verbindungsgliedes" zwischen Ihren Vertriebsteams im Außendienst, Ihren französischen Kunden und dem Mutterhaus in Deutschland. Die Vertriebsassistenz der Villafrance stellt dabei eine äußerst schnelle, effektive und flexible Lösung für Ihr Frankreichgeschäft dar und erspart Ihnen Verzögerungen und Kosten bei der Rekrutierung. Alle organisatorischen Belange und die Vertriebsadministration (Auftragsmanagement und Angebote) werden von unserem dreisprachigen, operativen Team mit höchster Sorgfalt und bis zum Ende verfolgt und bearbeitet, Ihr Vertriebsteam wird entlastet und die Entwicklung Ihres Frankreichgeschäfts auf diesem Wege optimiert.
Ihr Frankreichprojekt profitiert dadurch außerdem von einem Büro vor Ort und demonstriert Ihren Kunden so Ihr ernsthaftes Engagement auf dem französischen Markt.

Welche Optionen habe ich für einen Eintritt in den französischen Markt?

Die Wahl der jeweiligen Struktur hängt immer davon ab, wie beherzt eine Gesellschaft ihren Markteintritt betreiben möchte und wie Sie gegenüber Ihren französischen Geschäftspartnern in Erscheinung treten will.
In der Praxis erfolgt häufig ein stufenweiser Eintritt in den französischen Markt, bei dem die nachstehend dargestellten Etappen durchlaufen werden:

Die virtuelle Präsenz:
Die virtuelle Präsenz stellt vor allem für den Anfang eine sehr flexible und kostengünstige Lösung dar. Sie haben eine Telefonnummer in Frankreich eingerichtet, die zu Ihrer Firma in Deutschland umgeleitet wird. Einer Ihrer Mitarbeiter, der fließend französisch spricht, nimmt diese Anrufe entgegen und beantwortet Fragen.
Zusätzlich verfügen Sie über eine Briefkastenadresse mit Postweiterleitung und einen Besprechungsraum, in dem sie ihre Kunden treffen können, wenn sie einen Besuch vor Ort planen.

Vertrieb durch Handelsvertreter, Händler und Vertriebsmitarbeiter
Ihr Vertriebsmitarbeiter, Händler oder Handelsvertreter betreibt vor Ort aktive Kundenakquise. Er arbeitet in einem von ihrer Firma angemieteten Büro oder aus dem Homeoffice. Dies ermöglicht Ihrem Unternehmen eine relativ flexible und kostengünstige Variante der Präsenz in Frankreich und umgeht die Kosten einer Unternehmensgründung und der Abschlussprüfung.

Die Gründung einer Tochtergesellschaft
Eine Tochtergesellschaft setzt dagegen auf dem französischen Markt das klare Zeichen einer starken Präsenz. Die Varianten einer Unternehmensübernahme oder eines Joint Venture mit einem französischen Partner beschleunigt dabei in der Regel das wirtschaftliche Wachstum.

Wie finde ich einen adäquaten Vertriebspartner in Frankreich?

In der Regel reicht es nicht aus, einfach eine Liste von potentiellen Vertriebspartnern zu erstellen. Sie müssen immer auch vorab sicherstellen, dass dieser Partner der richtige für Ihr Unternehmen ist.
Erstellen Sie daher zunächst eine Liste Ihrer eigenen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Ziele - sowohl langfristig als auch kurzfristig. Auf diese Weise wird sich bereits ein "typisches" Profil abzeichnen hinsichtlich der Form der Partnerschaft (bspw. Agent oder Vertriebspartner), der Größe, der Expertise, etc…
Anschließend gilt es, die richtigen Partner anzusprechen. Die Villafrance agiert dabei wie ein Head Hunter. Wir helfen Ihnen, interessante Profile für Ihre Marke oder Ihre Produkte auszuwählen. Gute Partner suchen selten aktiv nach einer neuen Marke und müssen in der Regel persönlich und auf Französisch angesprochen werden. Diese Herangehensweise ermöglicht Ihnen gleichzeitig, aktuelle Informationen über das Unternehmen und sein Produktsortiment zu erhalten.
Handelspartner fordern oft die Implementierung von "Testphasen", um Marktfeedback, Kundenfeedback oder das Potenzial als Ganzes zu testen. Dafür benötigen Sie allerdings Ihre Marketingunterstützung in Form von Broschüren, Kundendokumentationen, einem professionellen Internetauftritt, Messeauftritten, etc..
Nach Abschluss des Partnerschaftsvertrages darf auch das Follow-up dieses Partners in Form von regelmäßigen Einladungen zur Muttergesellschaft in Deutschland oder der Teilnahme an Meetings nicht vernachlässigt werden. Denn vor allem in Frankreich bedürfen erfolgreiche Geschäftsbeziehungen immer auch einer intensiven Pflege.

Wie finde ich in Frankreich ein geeignetes Unternehmen für eine Übernahme?

Durch eine Unternehmensübernahme können Sie auf bestehende Strukturen aufbauen, ein existentes Vertriebsnetz nutzen und so gleich mit einem erheblichen Umsatz im französischen Markt agieren. Dies ist ein erheblicher Vorteil gegenüber dem organischen Aufbau eines Vertriebs in Frankreich „von der grünen Wiese“. Zahlreiche Unternehmen haben das Potential von Unternehmenskäufen entdeckt. Jedes Jahr betreuen wir eine beträchtliche Anzahl von ihnen bei ihren M&A-Projekten.
Speziell Beteiligungen (Joint-Ventures) oder Buy-outs stellen dabei eine interessante und schnelle Lösung zum Erwerb von Marktanteilen, die Bereitstellung von lokalen Servicekapazitäten und eine rasche Markteinführung durch ein lokales Image dar. Die Risiken werden hier begrenzt, gleichzeitig ist allerdings die Anfangsinvestition höher.
M&A ist ein Hebel für schnelles Wachstum, der jedoch eine gute Unterstützung und absolute Vertraulichkeit erfordert. Gut 60% der Unternehmen sehen dabei besonders die individuellen Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland als Spannungsquelle.
Wir definieren mit Ihnen zunächst Ihre Strategie für einen erfolgreichen Deal in Frankreich und die Typologie der idealen Targets. Anschließend treten wir mit Ihren Wunschkandidaten in Kontakt, unterstützen den Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses und helfen, den Verkäufer und seine Mitarbeiter zu verstehen. Darüber hinaus stellen wir selbstverständlich den reibungslosen Ablauf der Verhandlungen über eine Übernahme oder eine Beteiligung und der anschließenden Transaktion sicher.
Bei der Durchführung der verschiedenen Due Diligences werden nicht nur die Analyse der Organisations-, Management- und Handelsdaten berücksichtigt, sondern auch Finanz-, Buchhaltungs-, Steuer-, Rechts-, Sozial- und Kulturprüfungen durchgeführt, da der Erfolg eines Projekts im interkulturellen Kontext erwiesenermaßen auch vom Erfolg des Integrationsprozesses abhängt.

Wie finde ich kurzfristig einen Geschäftsleiter für mein Frankreichgeschäft?

Oft lässt der passende Mitarbeiter auf sich warten oder es kommt zu unvorhergesehenen personellen Veränderungen in einem Unternehmen. Aufgrund der Umstrukturierung einer Niederlassung oder der Produktion, dem Ausbau einer Struktur, des Strukturierungsbedarfs von Einkäufen, des Aufbaus eines Vertriebsnetzes oder einer geplanten Verbesserung des Kundenservices hat das Unternehmen dann sehr schnellen Bedarf an einem temporären Management oder auch einer Leitung im technischen, kaufmännischen oder im Marketingbereich.
Das Interimsmanagement der Villafrance bietet für diese Fälle eine schnelle und flexible Lösung über Tage, Monate oder sogar Jahre. Ihr Unternehmen profitiert problemlos und sofort von einem erfahrenen Manager, der in Teilzeit die eine Schnittstelle zwischen Ihrer deutschen Muttergesellschaft und ihrer französischen Tochtergesellschaft bildet und Ihre Projekte in Frankreich professionell unterstützt.

Wieviel Zeit muss ich beim Start meines Frankreichgeschäfts einplanen?

Eine Präsenz in Frankreich sollte unbedingt langfristig geplant werden. Der Prozess des Markteinstiegs kann dabei grundsätzlich in drei Phasen gegliedert werden:

Die Anfangsphase: 1. und 2. Jahr
Ein Zeitfenster von ein bis zwei Jahren ist unerlässlich, um Ihrem Handelsvertreter die Zeit zu geben, den Boden zu bereiten, Ihre Markteinschätzung zu verifizieren, an Messen teilzunehmen und die ersten kommerziellen Schritte zu unternehmen.
In dieser Phase ist es darüber hinaus wichtig, sowohl Zeit als auch Geld zu investieren, um Ihre Position auf dem neuen Markt nachhaltig zu festigen. Lassen Sie die Übersetzungen Ihrer Dokumentation von Profis anfertigen. Nehmen Sie sich die Zeit, zu reisen, um sich Ihren künftigen Geschäftspartnern persönlich vorzustellen, und bauen Sie ihr Netzwerk aus. Nutzen Sie die regionalen Messen, um sich und Ihr Produkt zu präsentieren.

Die Transformationsphase: 2. und 3. Jahr
Nach ein bis zwei Jahren werden Sie die ersten positiven Rückmeldungen vom Markt erhalten. Jetzt gilt es, schnell und professionell zu reagieren. Dabei ist die detaillierte Kenntnis des Fachgebietes von entscheidender Bedeutung. Aber auch Ihr Backoffice in Deutschland muss nun einer Bestellung mit der Produktion folgen können. Besondere Sorgfalt ist bei der ersten Bestellung geboten, nach der Sie beurteilt werden und von der die zweite abhängen wird.

Die Konsolidierungsphase: 5. bis 10. Jahr
Immer up-to-date zu sein und eine stets professionelle Reaktion sind enorm wichtig, um sich als zuverlässiger Partner zu präsentieren. Die aufgebauten Netzwerke müssen bespielt werden, sonst riskieren Sie, dass sie sich von selbst abschalten. In dieser Phase ist Teamplaying notwendig, auch wenn es aus der Ferne gesteuert werden muss. Das erfordert sowohl eine sehr gute Kommunikation, als auch das Verständnis für die vorhandenen interkulturellen Unterschiede.

Worauf ist beim Einstieg auf dem französischen Markt zu achten?

Der französische Markt gehört zu den großen Märkten Europas und ist für Unternehmen aus dem deutschen Sprachraum einer der wichtigsten Zielmärkte. Einige Unternehmen erschließen den französischen Markt, ohne sich dort niederzulassen oder vor Ort eine Gesellschaft zu gründen, zum Beispiel über das Internet, über Vertriebspartner oder über öffentliche Aufträge.
Allerdings bringt eine Übersetzung der Geschäftsunterlagen, wie Briefbogen, Broschüren, Handbücher oder Homepages allein nicht immer den gewünschten Erfolg. Das hat einfache, psychologische Gründe: Französische Kunden zögern in der Regel, Waren und Dienstleistungen bei einer nur im Ausland ansässigen Gesellschaft zu bestellen, insbesondere wenn für die Bestellung oder Erlangung von Produktinformationen eine deutsche Telefonnummer gewählt werden muss. Es besteht die Befürchtung, an einen ausschließlich deutschsprachigen Gesprächspartner zu geraten. Aus diesem Grund ist es ratsam, sämtliche Hürden, die die erste Kontaktaufnahme oder Bestellung erschweren könnten, zu beseitigen. Der einfachste Weg dahin, ist eine französische Geschäftsadresse und Telefonnummer. Langfristig gesehen ist jedoch eine Präsenz vor Ort in Gestalt eines Vertriebsmitarbeiters, eines Handelspartners, oder einer französischen Tochtergesellschaft einer virtuellen Präsenz vorzuziehen.

Recht

Hat unser Vertriebsmitarbeiter in Frankreich auch eine 35-Stunden-Woche?

JA, aber:

Die gesetzliche Arbeitszeit beträgt in Frankreich tatsächlich 35 Stunden pro Woche und ist auch auf die Vertriebsmitarbeiter anwendbar.
Jedoch kann eine längere wöchentliche Arbeitszeit (regelmäßig bis zu 39 Stunden pro Woche) je nach den tarifvertraglichen Bestimmungen vereinbart werden. In diesem Fall werden die pauschalisierten Überstunden mit dem vereinbarten Gehalt abgegolten.
Fällt der Vertriebsmitarbeiter in den Tarifvertrag des VRP (voyageur, représentant, placier), so gelten die kurzen Arbeitszeiten für diesen nicht, er hat dann aber bei Vertragsbeendigung Anspruch auf eine Ausgleichszahlung.
Mit Arbeitnehmern, die zum Kreis der Führungskräfte zählen oder ihre Arbeitszeit selbstständig organisieren (betroffen sind hiervon z. B. Vertriebs- oder Außendienstmitarbeiter), kann eventuell auch eine Arbeitszeit in Form einer jährlichen Pauschale in Tagen vereinbart werden. Diese Pauschale legt eine bestimmte Anzahl von Arbeitstagen pro Jahr (und nicht die Arbeitsstunden pro Woche) fest und die Vergütung wird in Anbetracht der Zahl der gearbeiteten Tage pauschalisiert.

Ist der administrative Aufwand bei Einstellung eines Mitarbeiters in Frankreich hoch?

NEIN:

Falls der Mitarbeiter ein EU-Bürger ist, muss das Unternehmen lediglich den Arbeitsvertrag unterzeichnen, die Gehaltsabrechnungen erstellen lassen und einige Meldungen abgeben, um die sich für gewöhnlich aber spezialisierte Dienstleister kümmern. Die Personalverwaltung in Frankreich ist bei Zusammenarbeit mit einem solchen Dienstleister mit der deutschen vergleichbar. Bei Bedarf können wir Ihnen gerne kompetente und deutschsprachige Ansprechpartner nennen.

Können wir auch befristete Arbeitsverträge in Frankreich schließen?

NEIN (bis auf wenige Ausnahmen):

Eine Befristung von Arbeitsverträgen ist nach französischem Arbeitsrecht grundsätzlich unzulässig, sofern nicht einer der vier gesetzlich festgelegten Ausnahmefälle vorliegt.
Vor einer Befristung sollte unbedingt geprüft werden, ob ein zulässiger Befristungsgrund vorliegt. Kein Sachgrund für eine Befristung ist der Start eines deutschen Unternehmens auf dem französischen Markt.
Liegt ein Sachgrund vor, muss der befristete Arbeitsvertrag in jedem Fall schriftlich geschlossen werden und der Grund der Befristung des Vertrags ausdrücklich erwähnen.
Liegt kein Grund vor oder wird dieser nicht im Vertrag erwähnt, wird der Arbeitsvertrag als unbefristeter Arbeitsvertrag eingestuft.
Als Gegenleistung für die Befristung haben Arbeitnehmer regelmäßig Anspruch auf eine Abfindung in Höhe von 10 % der gesamten während der Laufzeit des Vertrags gezahlten Vergütung geschuldet.

Können wir unsere deutschen Arbeitsverträge auch in Frankreich einsetzen?

JA, aber:

Rein theoretisch gesehen ist es durchaus möglich, einen Arbeitsvertrag nach deutschem Recht zu schließen, jedenfalls, wenn das deutsche Unternehmen keine Niederlassung in Frankreich hat.
Da jedoch die zwingenden Vorschriften des französischen Rechts (z. B. Regelungen der Arbeitszeit, Feiertage, Jahresurlaub, Mindestlohn und Vergütung für Überstunden) immer angewendet werden und in den Vertrag auch eingearbeitet werden müssen, ist es in der Praxis ratsam, den Vertrag gleich zu Beginn dem französischem Recht anzupassen.
Dies gilt erst recht, als der Vertrag nach französischem Sprachschutzgesetz (Loi Toubon) ohnehin zumindest auch in einer französischen Fassung vorgelegt werden muss.
Da jeder Arbeitsvertrag in Frankreich auch einem Tarifvertrag unterliegt, kann bei der Gestaltung des ersten Arbeitsvertrages auch gleich der richtige Tarifvertrag ermittelt werden.

Lohnt sich die Gründung einer Tochtergesellschaft in Frankreich?

Die Gründung oder der Erwerb einer Tochtergesellschaft in Frankreich ist in aller Regel die kostenintensivste, aber auch beste Form des Vertriebs in Frankreich. Sie bietet zahlreiche Vorteile rechtlicher, wirtschaftlicher und kaufmännischer Art.
Hauptvorteil einer französischen Tochtergesellschaf ist, reell in Frankreich präsent zu sein und damit auch einen Vertrauensvorschuss bei potentiellen Kunden zu schaffen, die einfacher geneigt sein werden, bei einem französischen Unternehmen als bei einem deutschen zu bestellen. Der Vertrieb über eine Tochtergesellschaft generiert damit sehr häufig einen erheblich höheren Umsatz als beim Vertrieb ohne eine solche Tochtergesellschaft. Ein weiterer Vorteil des Vertriebs über eine Tochtergesellschaft in Frankreich ist auch der Schutz der Muttergesellschaft vor Haftungsfällen, da die Verträge mit den Kunden üblicherweise mit der Tochtergesellschaft geschlossen werden, die letztlich für etwaige Schadensfälle alleine haftet.
Nachteilig sind lediglich höhere laufende Fixkosten, insbesondere für administrative Aufgaben (Buchhaltung, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfer etc.), die sich aber durch eine gute Organisation und einen Rückgriff auf effiziente Dienstleister bestmöglich reduzieren lassen.

Warum sollte man eine SAS und nicht eine SARL gründen?

Deutsche Unternehmen wählen häufig die SARL, weil sie diese Gesellschaftsform aus Deutschland in Form der GmbH am besten kennen. Tatsächlich ist die Gründung einer SAS aber aus folgenden Gründen erheblich vorteilhafter (weshalb diese Gesellschaftsform in Frankreich inzwischen auch am häufigsten gewählt wird):
Zunächst ist die große Flexibilität der SAS gegenüber der SARL zu nennen. Die Satzung einer SAS kann gegenüber der einer SAS viel einfacher und besser angepasst und gestaltet werden. Es bleibt im Streitfall auch einfacher, sich von dem (Fremd-)geschäftsführer zu trennen. Die SAS ist auch die bessere Gesellschaftsform, wenn andere Gesellschafter in die Gesellschaft eintreten sollten oder von Anfang an ein Joint Venture gebildet werden soll, da die SAS viel größere Gestaltungsmöglichkeiten bietet.
Last but not least: Die SAS hat in Frankreich nach außen ein erheblich besseres „Standing“ als die SARL, da die SARL inzwischen kleineren Unternehmen vorbehalten ist, während die SAS eher von größeren und erfolgreicheren Unternehmen gewählt wird. Das bessere Standing kann sich leicht auch in höheren Umsätzen wiederspiegeln.

Was ist bei Dienstfahrzeugen zu berücksichtigen?

Deutsche Unternehmen, die in Frankreich keine Niederlassung haben, haben häufig Schwierigkeiten, ein Dienstfahrzeug für den Mitarbeiter in Frankreich zu leasen. Das liegt daran, dass sich französische Leasinggeber in aller Regel weigern, dem Unternehmen ohne französischen Handelsregisterauszug ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.
Um nicht unnötig lange in Frankreich zu suchen, empfiehlt es sich daher, dem Mitarbeiter ein Fahrzeug aus dem deutschen Fuhrpark zur Verfügung zu stellen.
Das Zurverfügungstellen von Dienstfahrzeugen stellt in Frankreich einen Sachvorteil dar, der der Einkommenssteuer und der Sozialversicherung unterliegt. Die 1%-Regelung gibt es in Frankreich nicht, der angemessene Sachwert ist zu schätzen und wird von den Behörden überprüft.

Was ist bei Handelsvertretern und Vertriebsmitarbeitern zu beachten?

Statt einer nur virtuellen Präsenz auf dem französischem Markt zu haben, entscheiden sich viele Unternehmen, sich physisch in Frankreich vertreten zu lassen. Eine solche physische Präsenz in Frankreich kann durch (i) einen Handelsvertreter, (ii) einen Vertriebshändler oder aber (iii) durch einen angestellten Vertriebsmitarbeiter umgesetzt werden. Alle drei Vertriebsformen können mit einer virtuellen Präsenz kombiniert werden.
Der große Vorteil des Einsatzes eines Vertriebspartners vor Ort in Frankreich ist, dass das Unternehmen seinen Vertrieb proaktiv voranbringt und über einen Ansprechpartner vor Ort ansprechbar ist. Die laufenden Kosten sind vergleichsweise gering, zumal in aller Regel nur im Erfolgsfalle gezahlt wird. Nachteilig sein kann, dass das Unternehmen den Vertrieb häufig nicht selbst steuert, weil - je nach Vertrag (Handelsvertreter- oder Vertriebshändlervertrag) – gegenüber dem Vertriebspartner keine Weisungsbefugnis besteht. Gute Handelsvertreter und Distributoren sind darüber hinaus schwer zu finden. Auch können die Kosten für eine Vertragsbeendigung können je nach gewähltem Vertragstyp erheblich sein, da der Handelsvertreter bei Vertragsbeendigung Anspruch auf einen Schadensersatz bzw. Ausgleich haben kann.
Angestellte Vertriebsleute verursachen gewisse Grundkosten unabhängig vom Umsatz und verursachen etwas mehr administrativen Aufwand wie die Erstellung von Lohnzetteln.

Was ist beim Vertrieb nach Frankreich zu berücksichtigen?

Frankreich ist wegen der Nähe, Kaufkraft und Bevölkerungsstruktur einer der für deutsch-sprachige Unternehmen interessantesten Zielmärkte.
In einem ersten Schritt ist es durchaus möglich, diesen Markt von Deutschland aus zu bearbeiten, ohne sich dort niederzulassen, so beispielsweise durch die Einrichtung eines Webshops oder über den Einsatz von Vertriebspartnern (Handelsvertreter, Distributoren etc.).
Dabei sollten sich Unternehmen nicht auf das bloße Übersetzen der Geschäftsunterlagen (Broschüre, Handbücher, Homepage etc.) beschränken. Vielmehr sollten auch alle Maßnahmen getroffen werden, damit sich der französische Kunde „zu Hause fühlt“. Es sollten alle Hürden im Hinblick auf eine Kontaktaufnahme oder Bestellung ausgeräumt werden. Dies kann am einfachsten und kostengünstigsten durch eine französische Geschäftsadresse und Telefonnummer umgesetzt werden.
Dies liegt auch und vor allem an einem einfachen, psychologischen Grund: Französische Kunden (so wie auch deutsche Kunden umgekehrt gegenüber französischen Unternehmen) zögern häufig, Waren und Dienstleistungen bei einer im Ausland ansässigen Gesellschaft zu bestellen und werden auch nicht geneigt sein, eine deutsche Telefonnummer zu wählen, um sich über ein bestimmtes Produkt zu informieren, aus Angst, auf einen deutschsprachigen Gesprächspartner zu treffen, dessen Sprache man nicht beherrscht.

Was sind die Besonderheiten der französischen SAS (vereinfachte Aktiengesellschaft)?

Die SAS muss mindestens einen Aktionär haben. Die Aktionäre können natürliche und juristische Personen, französischer oder ausländischer Herkunft, sein. Dies erlaubt der deutschen Muttergesellschaft Alleingesellschafterin der SAS zu sein.
Die Gründung einer SAS erfordert kein Mindestkapital, der Kapitalbetrag wird im Gesellschaftsvertrag festgelegt und kann theoretisch auch EUR 1,- betragen. Wegen der Angabepflichten im Hinblick auf das Stammkapital auf dem Geschäftspapier ist es allerdings ratsam, ein ausreichendes, eine gewisse Seriosität vermittelndes Stammkapital vorzusehen. Das Stammkapital kann bei der Gründung vollumfänglich oder zur Hälfte eingezahlt werden. Alle Aktien müssen bei der Gründung gezeichnet sein.
Die SAS wird von einem „Président“ vertreten, bei dem es sich entweder um eine natürliche oder eine juristische Person handeln kann. Dies ermöglicht bei der SAS zum Beispiel der Gesellschaft, die Hauptgesellschafterin ist (z.B. 51%), selbst die Funktion des „Président“ einzunehmen.
Die SAS benötigt bei Erreichen von zwei der folgenden drei Schwellenwerten einen Wirtschaftsprüfer (CAC): 1) 50 Arbeitnehmer; 2) EUR 8.000.000,- Umsatz und 3) Gesamtbilanzwert von EUR 4.000.000,-.

Was sollte man über die SARL wissen?

Die SARL muss mindestens einen und darf nicht mehr als 100 Gesellschafter haben. Gesellschafter der SARL können natürliche und juristische Personen sein, die nicht zwingend ihren Sitz in Frankreich haben müssen. Die Gründung einer SARL erfordert kein Mindestkapital, der Kapitalbetrag wird im Gesellschaftsvertrag festgelegt und kann theoretisch auch EUR 1,- betragen.
Angesichts der Angabepflicht auf dem Geschäftspapier ist jedoch ein höheres Stammkapital ratsam. Das Stammkapital kann bei der Gründung vollumfänglich oder zum Teil (mindestens ein Fünftel) eingezahlt werden, kann aber unmittelbar für Geschäftsausgaben genutzt werden. Alle Geschäftsanteile müssen bei der Gründung gezeichnet sein. Der Name der Gesellschaft kann frei gewählt werden. Gegebenenfalls sollte geprüft werden, ob andere Firmen Inhaberinnen von Urheberechten an diesem Namen sind.
Häufig wählen Unternehmen die eigene Firma mit dem Zusatz „France“. Die Gesellschaft benötigt einen Gesellschaftssitz, wobei nicht zwingend Büroräume angemietet werden müssen, es genügt auch eine Domizilierung. Die SARL benötigt zwingend einen oder mehrere Geschäftsführer, bei denen es sich um natürliche Personen handeln muss.

Welche Gesellschaftsformen kommen in Betracht?

Wie auch im deutschen Recht, kennt das französische Recht verschiedene Gesellschaftsformen: die „sociétés civiles“ und die „sociétés commerciales“.
In Frankreich werden hauptsächlich Gesellschaften mit beschränkter Haftung (Société à responsablité limitée, SARL) oder vereinfachte Aktiengesellschaften (Société par actions simplifiée, SAS) gegründet.
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (SARL) ist statistisch gesehen das Emblem der Kleinunternehmen mit weniger als zehn Arbeitnehmern, die ihre Form insbesondere aufgrund des mangelnden Mindeststammkapitals (Möglichkeit eines 1-EUR-Stammkapitals) wählen.
Schließlich gibt es die vereinfachte Aktiengesellschaft (SAS), eine neue Form der Kapitalgesellschaft: sie existiert erst seit 1994 und wurde im Juli 1999 allen Gesellschaftern zugänglich gemacht. Die SAS hat seitdem in Frankreich einen beträchtlichen Erfolg. Sie wird inzwischen am häufigsten für Neugründungen gewählt.
Die SAS ist eine äußerst anpassungsfähige Gesellschaftsform, die eine individuelle Gestaltung der Organisation ermöglicht und daher den anderen Formen der französischen Aktiengesellschaft (SA) vorzuziehen ist.

Welche Kosten fallen für die Gründung einer Gesellschaft in Frankreich an?

Die Gründung einer Gesellschaft kostet erheblich weniger, als viele Unternehmen denken. Es ist mit Kosten von 2.000 € bis 4.000 € für eine schlüsselfertige Gründung einschließlich der Veröffentlichungskosten, Übersetzungskosten und Anwaltskosten zu rechnen.

Welche maximalen Probezeiten können wir in Frankreich vereinbaren?

1. Unbefristete Arbeitsverträge
Eine Probezeit muss ausdrücklich schriftlich im Vertrag aufgenommen. Die gesetzlich maximal zulässige Probezeit variiert je nach Berufsgruppe:
für Arbeiter und Angestellte: 2 Monate,
für Facharbeiter und technische Aufsichtspersonen: 3 Monate,
für leitende Angestellte: 4 Monate.

Man sollte aber immer auch in den anwendbaren Tarifvertrag schauen, der kürzere, selten aber auch längere Probezeiten vorsehen kann.
Die Probezeit ist damit deutlich kürzer als die Probezeit nach deutschem Recht . Eine einmalige Verlängerung dieser Probezeit ist aber möglich, wenn ein allgemeinverbindlicher Branchentarifvertrag diese Möglichkeit vorsieht.
In diesem Fall darf die gesamte Dauer der Probezeit:
für Arbeiter und Angestellte: 4 Monate,
für Facharbeiter und technische Aufsichtspersonen: 6 Monate,
für leitende Angestellte: 8 Monate
nicht überschreiten. Die Verlängerungsmöglichkeit muss zudem ausdrücklich im Arbeitsvertrag vorgesehen sein.
Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses in der Probezeit unterliegt nicht dem Kündigungsschutz. Prinzipiell können beide Parteien das Arbeitsverhältnis ohne Angabe von Gründen beenden. Der Arbeitgeber muss aber bei dem Ausspruch der Beendigung eine gesetzliche Mindestfrist einhalten. Die Länge der Frist bestimmt sich nach der Dauer des Arbeitsverhältnisses (laut Gesetz von 24 Stunden bis zu einem Monat).


2. Befristete Arbeitsverträge
Die gesetzlich vorgesehene Höchstdauer der Probezeit ist bei befristeten Arbeits-verhältnissen relativ kurz. Pro Arbeitswoche gilt ein Tag Probezeit. Sie beträgt höchstens zwei Wochen, wenn der Arbeitsvertrag für bis zu sechs Monate geschlossen ist. Wird ein längeres Arbeitsverhältnis eingegangen, beträgt die Höchstdauer der Probezeit einen Monat.
Im Rahmen eines befristeten Arbeitsvertrags muss der Arbeitgeber auch bei dem Ausspruch der Beendigung eine gesetzliche Mindestfrist einhalten.

Wie hoch ist der Mindestlohn in Frankreich?

10,03 € brutto pro Stunde
Der gesetzliche Mindestlohn („Salaire Minimum Interprofessionnel de Croissance“: SMIC) beträgt aktuell (Stand Januar 2019) 10,03 € brutto pro Stunde, was einem Monatseinkommen von 1 521,22 € entspricht.
Gleichzeitig sollte der tarifvertragliche Mindestlohn in Anbetracht der Einstufung des Mitarbeiters beachtet werden.
Zwischen dem gesetzlichen und dem tarifvertraglichen Mindestlohn gilt für den Arbeitnehmer immer der vorteilhaftere Mindestlohn.

Wie hoch ist die französische Körperschaftssteuer?

Aktiengesellschaften („Société Anonyme“-„SA“ oder „Société par Action Simplifiée“-„SAS“), französische Betriebstätten ausländischer Gesellschaften und prinzipiell auch Gesellschaften mit beschränkter Haftung („Société à Responsabilité Limitée“, „SARL“) unterliegen der Körperschaftsteuer („impôt sur les sociétés“). Die Körperschaftssteuer in Frankreich liegt bei 33,33 %.

Wie hoch werden meine gesamten Lohnkosten inklusive Sozialabgaben?

Die Lohnkosten für den Arbeitgeber sind in Frankreich deutlich höher als in Deutschland, da die Sozialabgaben in Frankreich viel höher sind und auch nicht über eine Beitragsbemessunsgrenze gedeckelt sind.
Unabhängig vom Unternehmenssitz des Arbeitgebers werden im Fall der Beschäftigung eines Arbeitnehmers in Frankreich grundsätzlich Sozialversicherungsbeiträge in Frankreich fällig. Der Arbeitgeberanteil beträgt dabei 42 %, also etwa doppelt so viel wie in Deutschland und zwar ohne Beitragsbemessungsgrenze.
Ausnahmen hierzu gibt es nur für niedrigere Löhne bis zu einer Höhe des 1,6-fachen gesetzlichen Jahresmindestlohns, d.h. ca. 28.770,62 € jährlich (Stand Januar 2018).

Wie läuft die Gründung einer Gesellschaft praktisch ab?

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass in Frankreich - anders als in Deutschland - die Gründung nicht über einen Notar sondern über einen Anwalt erfolgt. Es ist damit durchaus möglich, die Gründung auf dem Postwege von unserem Kölner Büro zu organisieren. Im Folgenden möchten wir Ihnen die einzelnen Schritte einer Gründung darlegen:

  • Verfassung der Satzung
  • Eröffnung eines Bankkontos in Frankreich (dafür benötigt die Bank die Satzung, hier reicht auch ein Entwurf)
  • Einzahlung des Stammkapitals
  • Abschließung eines Domizilierungsvertrages/Mietvertrags
  • Unterzeichnung der Satzung
  • Veröffentlichung einer Anzeige im Amtsblatt des Departements des Gesellschaftssitzes
  • Eintragung der Gesellschaft beim Handelsregister

Wie werden Dividendenausschüttungen in Frankreich besteuert?

Dividendenausschüttungen, die von in Frankreich körperschaftsteuerpflichtigen Gesellschaften an natürliche oder juristische Personen ohne Wohn- bzw. Firmensitz in Frankreich ausgezahlt werden, unterliegen grundsätzlich nach nationalem französischem Recht einer Quellensteuer von 30%.
Eine Befreiung von der Quellensteuer ist unter bestimmten Voraussetzungen für Dividenden vorgesehen, die eine französische Gesellschaft an eine in einem anderen Mitgliedstaat der EU ansässige Muttergesellschaft zahlt (Mutter-Tochter-Richtlinie).
Dividenden, die von einer französischen Tochtergesellschaft an eine deutsche Kapitalgesellschaft ausgeschüttet werden, werden wie folgt besteuert:

  • keine Besteuerung bei jeder Ausschüttung einer in Frankreich ansässigen Kapitalgesellschaft an eine in Deutschland ansässige Kapitalgesellschaft, die mindestens 10% des Gesellschaftskapitals der erstgenannten Gesellschaft hält;
  • in allen anderen Fällen: eine 15%ige Quellensteuer bei jeder Ausschüttung, wobei die Zahlung der 15%igen Quellensteuer in Frankreich auf den in Deutschland zu zahlenden Betrag angerechnet wird.
  • Seit dem 1. Januar 2013 werden alle Dividenden, die von einer in Frankreich körperschaftsteuerpflichtigen Gesellschaft ausgeschüttet werden, die nicht die EU-rechtlichen KMU-Kriterien erfüllt, mit einer Zusatzabgabe von 3% der ausgeschütteten Beträge besteuert.

Was ist im Hinblick auf die französische Einkommenssteuer zu beachten?

Die Einkommenssteuer ist in Frankreich insgesamt wesentlich niedriger als in Deutschland.
Sie ist neuerdings wie in Deutschland auch an der Quelle abzuführen, also direkt durch den Arbeitgeber.
Die folgende Aufstellung soll – ohne den Anspruch auf eine erschöpfende Darstellung zu beanspruchen – verdeutlichen, wie unterschiedlich die Gehälter in Frankreich gegenüber Deutschland sind (Ausgangspunkt: Alleinstehender, ohne Kinder, 35 Jahre alt, normaler Angestellter, er bezahlt keine Kirchensteuer):

 

Frankreich (Sozialbeiträge und Lohnsteuer)

 

Deutschland (Sozialbeiträge und Lohnsteuer)

 

Entsendung :

- Sozialbeiträge in Deutschland

- Lohnsteuer in Frankreich

Gehalt (brutto)

45.000 €

45.000 €

45.000 €

Sozialabgaben : Arbeitgeberanteil 

18.900 € (42 %)

8.719 € (19,4 %)

8.719 € (19,4 %)

Gesamte Kosten für den Arbeitgeber 

63.900 €

53.719 €

53.719 €

Sozialabgaben : Arbeitnehmeranteil

9.900 € (22 %)

9.326 € (20,7 %)

9.326 € (20,7 %)

Gehalt vor Steuer

35.100 €

35.674 €

35. 674 €

Lohnsteuer

3.770 €

7.909 €

3.925 €

Gehalt nach Steuer

31.330 €

27.765 €

31.749 €

 

Bei gleichem Bruttogehalt sind die Lohnkosten in Frankreich also erheblich höher sind als in Deutschland und der Arbeitnehmer in Frankreich überdies netto mehr ausbezahlt bekommt. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, tendenziell in Frankreich niedrigere Bruttogehälter anzusetzen als in Deutschland.

Bei reisenden Vertriebsmitarbeiten sollte überdies ein im Vergleich zu Deutschland wesentlich geringeres Festgehalt und ein viel höherer variabler Anteil gezahlt werden. Wird dem Vertriebsmitarbeiter ein zu hohes Fixum bezahlt, besteht in Frankreich eher die Wahrscheinlichkeit, dass dieser nicht die gewünschten Ergebnisse bringen wird.

Wir möchten in Frankreich präsent sein – wie lassen sich Fixkosten sparen?

Wenn Sie in Frankreich präsent sein und zugleich die Fixkosten möglichst gering halten wollen empfiehlt sich eine virtuelle Präsenz.
Diese besteht primär in einer Anschrift in Frankreich und einer französischen Telefonnummer. So lässt sich die Kontaktaufnahme durch potentielle Kunden aus Frankreich maßgeblich erleichtern. Diese Lösung hat erhebliche Vorteile gegenüber einer bloßen französischen Homepage, da französische Kunden eher geneigt seien werden, bei einer französischen Telefonnummer anzurufen, als bei einer deutschen. Darüber hinaus gibt auch eine Adresse den Kunden die für eine Kontaktaufnahme notwendige Sicherheit. Praktisch gesehen werden die Anrufe einfach nach Deutschland umgeleitet.
Die Vorteile an einer solchen Lösung liegen auf der Hand: Das Unternehmen ist flexibel und hat nur sehr geringe Kosten bei einer großen Wirkung gegenüber dem Kunden.
Es sollte aber bedacht werden, dass das Unternehmen keinerlei tatsächliche Geschäftsaktivität in Frankreich verfügt und damit den Vertrieb auch nicht aktiv gestaltet. Die virtuelle Präsenz wird damit von vielen Unternehmen erfolgreich in einer Startphase genutzt, um das Potential der Produkte auf dem Zielmarkt zu testen. Eine kostenmäßige Alternative zur virtuellen Präsenz ist der sog. Markttest, bei dem das Produkt gezielt potentiellen Kunden und Vertriebspartnern in Frankreich vorgestellt wird.

Wir werden einen ersten Mitarbeiter einstellen. Müssen wir dafür ein Unternehmen gründen?

NEIN:

Sie können Mitarbeiter in Frankreich einstellen, ohne dass Sie hierzu ein Unternehmen gründen. Praktisch wird dann der Arbeitsvertrag zwischen dem Mitarbeiter in Frankreich und der deutschen Gesellschaft abgeschlossen. Sie benötigen auch keine eigenen Räumlichkeiten: der Mitarbeiter kann im Homeoffice arbeiten und den französischen Markt bearbeiten. Selbstverständlich können Sie ihm aber auch ein Büro anmieten. Gerade in solchen Konstellationen (Mitarbeiter und Büro) sollte aber vermieden werden, eine steuerliche Betriebsstätte in Frankreich zu begründen.

Personal

Auf oder in welchen sozialen Netzwerken findet man französischsprachige Bewerberinnen und Bewerber?

Franzosen, wie Deutsche, nutzen die sozialen Netzwerke, um ihr berufliches Netzwerk auszubauen, aber vor allem im Rahmen ihrer Jobsuche. Das berufliche Netzwerk LinkedIn als auch Jobportale wie APEC und Indeed funktionieren besonders gut in Frankreich.
LinkedIn ist ein sehr effizienter Weg, um an französischsprachige Bewerberinnen und Bewerber zu gelangen. Hierfür benötigen Sie allerdings ein Online-Unternehmensprofil auf französisch auf der LinkedIn-Webseite. Somit ist Ihre Stellenanzeige auch für Personen zugänglich, die nur geringe oder ausbaufähige Deutschkenntnisse mitbringen. Darüber hinaus vermitteln Sie zudem Ihren Wunsch nach Internationalisierung und Ihr großes Interesse an französischsprachigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.
APEC ist ein sehr effizientes, französisches Jobportal für qualifiziertes Personal und Führungskräfte. Sie benötigen allerdings einsatzfähige Französischkenntnisse, um es richtig verwenden zu können. Hier empfehlen wir Ihnen, Ihre Stellenangebote auf französisch zu verfassen und zu veröffentlichen. Auch haben Sie direkten, kostenfreien Zugang zu einer hochwertigen Bewerberdatendatenbank, die Sie nach erfolgreicher Registrierung nutzen können.
Auf Indeed.fr, ähnlich wie in Deutschland, können Sie ebenfalls Ihre Stellenangebote veröffentlichen und ggf. auch Werbekampagnen starten, um möglichst viele potenzielle Bewerber und Bewerberinnen anzusprechen.

Gestaltet sich die Mitarbeitersuche in Frankreich genauso wie in Deutschland?

NEIN.

Es ist wichtig die wesentlichen, kulturellen Unterschiede zu kennen und proaktiv zu handeln:

  • Passen Sie Ihr Stellenangebot den Anforderungen und Erwartungen der französischen Bewerberinnen und Bewerber an: Gehen Sie strukturiert vor und konzentrieren sich auf die wesentlichen Informationen zur Stelle.
  • Erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens auf dem französischen Markt, indem Sie im Internet und in den sozialen Netzwerken präsent sind.
  • Treffen Sie französische Bewerberinnen und Bewerber, indem Sie an deutsch-französischen Jobmessen teilnehmen.
  • Passen Sie Ihren Rekrutierungsprozess den kulturellen Erwartungen der französischen Bewerberinnen und Bewerber an: Stellen Sie überwiegend offene Fragen wie “Wer sind Sie?” oder “Warum bewerben Sie sich bei unserem Unternehmen ?” und legen besonders Wert auf die Motivation der Bewerberin oder des Bewerbers
  • Passen Sie Ihre Vorgehensweise während des Interviews den französischen Bewerberinnen und Bewerbern an. Konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Fragen ohne zu viel ins Detail zu gehen und geben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
  • Führen Sie das Interview mit den Bewerberinnen und Bewerbern auf Augenhöhe.

Ist eine Teilnahme an den deutsch-französischen Jobmessen ratsam?

JA.

Ihre Teilnahme an diesen Messen kann sich als besonders gewinnbringend erweisen, da sich Ihnen die Möglichkeit bietet in Kürze viele deutsch-französische Profile persönlich zu treffen. Durch eine Messepräsenz präsentieren Sie Ihr Unternehmen und betreiben aktiv Employer Branding.

  • Sie präsentieren Ihr Unternehmen einem gezielten und zugleich erwartungsvollen Publikum, welchem Sie bislang eventuell unbekannt waren.
  • Sie treffen persönlich auf potentielle Bewerberinnen und Bewerber und haben somit die Gelegenheit sich vor Ort einen ersten Eindruck zu verschaffen (Validierung der Sprachkompetenzen, Cultural Fit, usw.)
  • Sie erweitern Ihr deutsch-französisches Netzwerk indem Sie sowohl deutsch-französische Bewerberinnen und Bewerber als auch andere Unternehmen kennenlernen.
  • Sollten Sie mehrere Vakanzen zu besetzen haben, ist der Messebesuch hinsichtlich Kosten und Zeit besonders lohnend, da Sie in einem kurzen Zeitraum eine maximale Anzahl an Bewerberinnen und Bewerber treffen.
  • Auch wenn Sie derzeit kein Personal einstellen, haben Sie hier die Gelegenheit, erste Kontakte mit potentiellen Bewerberinnen und Bewerber zu knüpfen, um einen späteren Bedarf zu decken und weiterhin den Arbeitsmarkt im Auge zu behalten.

Welche Etappen gehören zu einem Recruitment-Verfahren?

In einer Personalagentur treffen Sie auf ein Team von erfahrenen Recruitern, die Experten im Sourcen und der direkten Ansprache von Profilen sind. Diese übernehmen Ihre Suche nach den passenden Bewerberinnen oder den passenden Bewerbern.
Eine Personalagentur bietet Ihnen eine komplette Betreuung an:

  1. Mehrfache Anzeigen-Veröffentlichung sowie Anzeigen-Sponsoring
  2. Direktansprache
  3. Führen von Telefongesprächen
  4. Vorauswahl
  5. Gespräche via Videokonferenz oder persönlich
  6. Referenz-Check
  7. Erstellung von Kandidaten Dossiers
  8. Koordinierung der Bewerbungsgespräche mit dem Kunden Unternehmen
  9. Beratung, Follow-up und Betreuung während der Probezeit.

Welchen Mehrwert bringt eine deutsch-französische Personalagentur mit sich?

  • Eine auf den deutsch-französischen Markt spezialisierte Personalagentur engagiert sich auf mehreren Ebenen, um Ihnen schnellstmöglich die besten Profile vorzustellen. Hierzu zählen die Veröffentlichungen von Stellenanzeigen in beiden Sprachen auf der Suche entsprechenden Portalen, die Direktansprache von Personen, die sich in einem Angestelltenverhältnis befinden sowie der Zugriff auf verschiedene interne und externe Lebenslauf-Datenbanken.
  • Die Agentur überprüft neben technischen Kompetenzen und erforderlichen Qualifikationen auch Sprachkompetenzen und den Cultural Fit.
  • Sie werden während der Einstellungsphase in Frankreich unterstützt um somit eine harmonische Einarbeitung des neuens Mitarbeiters oder der neuen Mitarbeiterin in Ihrem Unternehmen zu gewähren.

Wie lange dauert ein Recruitment-Verfahren?

Die Dauer eines Recruitment-Verfahren kann sehr unterschiedlich sein: von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Folgende Kriterien haben einen direkten Einfluss auf die Dauer der Suche:

  • Attraktivität der Stelle (Verantwortung, Arbeitsbedingungen)
  • Vergütung, Prämien und Sachleistungen
  • Arbeitsort
  • Attraktivität des Unternehmens
  • Aktuelle Marktlage (Knappheit des gesuchten Profils, Wettbewerbssituation, usw.)
  • Stellenanforderungen (Qualifizierungen, Schlüsselkompetenzen usw.)

Messen

Die Anmeldung und die Organisation sind bei deutschen Messen viel einfacher. Wie soll ich eine Messeanmeldung in Frankreich angehen?

Oftmals ist das eine subjektive Wahrnehmung, da einem in der Regel das Prozedere im eigenen Land vertrauter ist. Wir sind als deutsche Vertretung Ihr direkter Ansprechpartner und Kontakt mit Sitz in Deutschland und stehen Ihnen bei allen Fragen rund um die entsprechende Messe zur Verfügung. Wir sprechen fließend Deutsch und Französisch und betreuen sämtliche Formalitäten für Sie, so dass Ihre Messeteilnahme bequem und reibungslos verläuft.

Ich spreche kein Französisch, kann ich dann in Frankreich auf einer Messe ausstellen?

JA, UNBEDINGT.

Bei allen Messen, die wir vertreten, handelt es sich nämlich um internationale Fachmessen, bei denen sowohl die Besucher als auch die Messeleitung Englisch sprechen. Auch alle Informationen zur Teilnahme sind auf Englisch verfügbar.

Ist es nicht generell eher schwierig, mit französischen Kunden Geschäfte zu machen?

Frankreich ist der wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands und mit rund 65 Millionen Verbrauchern der zweitgrößte Markt Europas. Dennoch halten sich die alten Vorurteile – wie beispielsweise, dass Franzosen kein Englisch sprechen, oder aus deutscher Sicht eine schlechte Zahlungsmoral haben – weiterhin beharrlich. Doch französische Unternehmen, die am Im- und Export interessiert sind, bewegen sich heute schon sehr lange und sehr selbstverständlich auf dem internationalen Niveau, das deutsche Firmen als optimale Voraussetzung für die erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern erwarten.

 

Warum sollte ich an einer Messe in Frankreich teilnehmen, wenn es doch die gleiche Messe auch in Deutschland gibt?

Der Besucherschwerpunkt von deutschen und französischen Messen unterscheidet sich erheblich. Neben dem landestypischen Schwerpunkt liegt das Einzugsgebiet von deutschen Messen eher in Osteuropa, während in Frankreich eher Besucher aus Südeuropa und vor allem Nordafrika vertreten sind.
Die Teilnahme an einer französischen Messe bietet deshalb immer auch die Möglichkeit, den eigenen Radius auf neue Länder und Regionen auszuweiten.

Wir haben keinen französischen Vertriebspartner. Lohnt sich dann die Messeteilnahme überhaupt?

JA.

Gerade dann lohnt sich die Teilnahme, denn Sie können die verschiedenen Services wie beispielsweise die kostenlose Matchmaking-Plattform nutzen, um Distributoren oder Vertriebspartner bereits auf der Messe kennenzulernen.
Darüber hinaus bieten wir für den Fall, dass sich auf der Messe interessante Kontakte auf dem französischen Markt ergeben, auch im Nachfeld ein umfangreiches deutsch-französisches Netzwerk, das gerne auch ihre weiteren Schritte im Frankreichgeschäft professionell begleitet.